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AKTUELL: Malteser Einsatz für Pakistan
Einweihung der neuen Fahrzeuge

Neue Fahrzeuge der Malteser Rheine wurden eingeweiht

Samstag, 28.08.2010, nach der hl. Messe um 17.00 Uhr segnete Ortspfarrer Meinolf Winzeler im Beisein von Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder den Jugend-Bulli und den neuen KTW der Einsatzeinheit.

Der Jugend-Bulli und der neue KTW

Vor der Ludgerus Kirche warten schon die Fahrzeuge zur Segnung. Links der Jugend-Bulli, der unsere Jugend mobiler machen soll bei ihren Freizeitaktivitäten. Rechts der neue KTW für die Einsatzeinheit der auch für Sanitätsdienste zur Verfügung stehen wird.

Die Bannerträger verlassen die Kirche Auf dem Weg zur Segnung Die Segnung der Fahrzeuge beginnt

Nach der Messe begeben sich unsere Bannerabordnungen zu den Fahrzeugen gefolgt von Messdienern und Pfarrer Meinolf Winzeler. Alle anwesenden Gemeindemitglieder werden von Pfarrer Winzeler eingeladen an der Einsegnung der Fahrzeuge teilzunehmen.

Segnung des KTWs Segnung des Bullis

Zuerst wurden wie vorgesehen die Fahrzeuge gesegnet...

Segnung der Jugendvertreter Die Anwesenden nehmen die Segnung der Jugend mit Humor

 .... doch auch unser Jugendabordnung erhielt überraschend noch einen Segen durch den Ortspfarrer.    

Nach der Segnung Ludger Bögge und Holger Böse im Gespräch mit der Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder nach der Segnung

Nach dem Festakt kam es zu den ersten Begrüssungen und Gesprächen zwischen den Anwesenden. Überraschend war auch Rheines Bürgermeisterin, Frau Dr. Angelika Kordfelder, noch erschienen um an Messe, Einsegnung und dem anschliessenden gemütlichen Teil teilzunehmen. Ebenfalls waren Kollegen der Maltesergliederungen Ochtrup un Metelen anwesend, die mit Rheine eine Einsatzeinheit bilden.

 

 

 

Einweihung der neuen Fahrzeuge vor der Ludgerus Kirche

Abschliessend noch ein Gruppenfoto mit Gästen, bevor es zur Unterkunft an der Diekbrede ging um den gemütlichen Teil des Abends zu begehen.  

Fahrzeugparade an der Unterkunft

Ein Teil der Fahrzeugflotte der Malteser Rheine an der Unterkunft Diekbrede: Ein Rettungswagen (RTW), zwei Krankenwagen (KTW) und der Jugendbulli, auch als Mannschaftstransporter (MTW) nutzbar.
Es fehlen auf diesem Bild noch die restlichen Fahrzeuge der Malteser Rheine: zwei MTW, ein Transporter, ein Betreuungs-, ein Technik- und ein Zeltanhänger, ein Einsatzleitwagen, und ein PKW.

Anschnallen vor der Testfahrt  Zurück von der Testfahrt  Nach der Testfahrt

Frau Dr. Kordfelder konnte das Angebot vor dem gemütlichen Teil eine Probefahrt in dem neuen Krankenwagen zu unternehmen nicht ablehnen.  

 

 

 
Neuer KTW für die Einsatzeinheit

Neuer KTW bei den Maltesern Rheine stationiert.

Für unsere Einsatzeinheit hat das Land einen zweiten KTW gestellt. Somit haben die Maltesern Rheine, neben dem eigenen Rettungs- und Krankentransportwagen (KTW), einen weiteren KTW zur Verfügung.

Hier einige Bilder des Fahrzeuges:

Der Krankentransportwagen (KTW) von vorne Der Krankentransportwagen (KTW) von der Seite
Aussenansicht des neuen KTWs

Der Krankentransportwagen (KTW) Innenansicht. Hier zu sehen: die Tragen, Tragehilfen, der Sitz für Betreuung Der Krankentransportwagen (KTW) Innenansicht. Hier die Fächer für das medizinische Zubehör.
Innenansicht des KTWs: linkes Bild: mit Trage (mitte) und Nottragegestell (links) / rechtes Bild: Einbauschrank für medizinische Hilfsmittel

Die Fahrerzelle von der Beifahrerseite aus gesehen Die Fahrerzelle von der Fahrerseite aus gesehen
Fahrerkabine des KTWs

 

 
Malteser International / Pakistan

Aktuelle Informationen von Malteser International zur Überschwemmung in Pakistan unter:

 

http://www.malteser-helfen.de/

 
Einsatz Loveparade 2010
Die Malteser Rheine trauern um die Toten.
Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen.
Wir hoffen auf baldige, vollständige Genesung der Verletzten.
Allen, die diese Tragödie miterlebten, wünschen wir, dass Menschen zur Seite stehen die ihnen helfen dieses Trauma schnell zu überwinden.

28.07.2010 / Rheine

Nach längeren Überlegungen haben wir uns entschlossen, in Tagebuchform über unseren Einsatz an diesem Tag zu berichten.



Samstag, 24.10.2010, 5:00 Uhr. Für die Malteser aus Rheine beginnt der Dienst an der Unterkunft Diekbrede. Die Einsatzeinheit 06 der Malteser im Kreis Steinfurt war schon Tage vorher angefordert worden. Ziel: Die Loveparade in Duisburg. Auftrag: Bildung einer Betreuungsplatzbereitschaft (BTP 500) zusammen mit weiteren Komponenten aus dem Regierungsbezirk Münster.

Zuerst fahren die 13 Helfer aus Rheine zum Bereitstellungsraum nach Ochtrup. Mit den Kollegen aus Metelen, Ochtrup
und Emsdetten bilden sie dort einen geschlossenen Verband von 5 Fahrzeugen und 26 Helfern. Unter der Leitung von Zugführer Jens Hermsen aus Emsdetten rücken sie ab. Der Treffpunkt mit den anderen Einheiten ist der Autobahnparkplatz „Schwarze Heide“ an der A2 kurz vor Duisburg. Dort angekommen formieren sie sich gemeinsam zum BTP 500. Diese Betreuungsplatzbereitschaft ist darauf ausgelegt, 500 hilfsbedürftige Personen selbständig zu versorgen.
Sie fahren als Kolonne mit 20 Fahrzeugen und über 50 Helferinnen und Helfer von MHD und DRK zum Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in der Klöcknerstraße, etwa 500m nordöstlich des Festivalgeländes.
Es ist gegen 9:00 Uhr, in der Schule beginnen die Helfer den Betreuungsplatz einzurichten. Gegen 10:30 Uhr ist diese Einheit komplett einsatzbereit.

Zunächst verläuft die Veranstaltung völlig friedlich und es gibt nichts zu tun für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus dem Münsterland.Die Helfer vertreiben sich die Zeit mit Basketball und Karten spielen. Zum Mittag wird Erbsensuppe gegessen, einige Helfer sonnen sich auf dem Schulhof. Nach und nach werden einige hilfsbedürftige Personen von Helfern des Technischen Hilfswerkes in den Betreuungsplatz gebracht. Sie werden von den Helfern betreut und versorgt.

Doch plötzlich wird alles anders. Kerstin Hötzel, als Gruppenleiterin verantwortlich für die Leitung der Betreuung, ruft alle Helfer zusammen und eröffnet allen, was sie gerade erst von Ihrer Einsatzführung erfahren hat: "In einem Tunnel ist eine Massenpanik ausgebrochen mit sehr vielen Verletzten und mehreren Toten. Es ist ManV (Massenanfall von Verletzten). Wir wissen nicht, was auf uns zu kommt und müssen auf alles vorbereitet sein!"

Sofort schlägt die Stimmung um von Ausgelassenheit in Besorgniss über die Opfer und Ungewissheit über die zu erwartenden Maßnahmen. Niemand weiß zu dem Zeitpunkt genau, was passiert ist, welches Ausmaß die Katastrophe hat und was auf die Helfer zukommen wird.

Der Strom der zu betreuenden, hilfsbedürftigen Personen steigt dann auch deutlich an. Neben vielen psychisch gestörten und verwirrten Personen werden auch einige Leichtverletzte behandelt. Und die Malteser müssen sich um 2 Helfer kümmern, die mit der psychischen Belastung mit der Arbeit im Tunnel nicht fertig wurden und in ihre Obhut gegeben werden.
Ein Helfer wird die Begegnung mit den Kollegen später so beschreiben: „Als ich in deren Augen gesehen habe - besser gesagt, durch diese hindurch ins Leere, hat es bei mir Klick gemacht, was die wohl mitgemacht haben. Der Horror stand in ihren glasigen Augen und dem fahlen Gesicht.“

Um 20:00 Uhr, nach 15 Stunden Dienst, werden die Kräfte aus Rheine abgelöst durch Helfer aus Münster, Warendorf und dem Tecklenburger Land. Gegen 23:00 kommen die Malteser aus Rheine, Metelen und Ochtrup erschöpft wieder zurück, während die Ablösung an dem Betreuungsplatz den Opfern weiter helfen kann.


Was sich in den Köpfen der Helferinnen und Helfern auf der Rückfahrt abgespielt hat?
Vielleicht zogen noch einmal die Bilder der geschockten Kollegen und der Opfer, die sie an diesem Tag versorgten, an ihrem geistigen Auge vorbei.
Oder kamen auch Ängste auf. Angst, in eine Situation zu kommen, in der man entscheiden muss wem man zuerst hilft. Angst, ohnmächtig zusehen zu müssen wie ein Mensch ein paar Meter weiter stirbt, während man einem anderen hilft. Angst, die Grenze des psychisch Erträglichen überschreiten zu müssen. Angst vor der eigenen Hilflosigkeit im Angesicht einer solchen Katastrophe.
Doch wir Malteser lassen unsere Helferinnen und Helfer nicht mit Ihren Sorgen und Ängsten alleine. Die seelsorgerische und psychologische Nachbetreuung durch geschultes Personal wurde unseren Helfern bereits angeboten. Als katholischer Verein haben wir einen Ortspfarrer, Pfarrer Meinolf Winzeler, in unserer Mitte, der aktiv am Vereinsleben teilnimmt und den Helfern vertraut ist. Gemeinsam und untereinander können wir über die Erlebnisse sprechen und diese aufarbeiten. Nur so können wir aus solchen Situationen gestärkt wieder herauskommen und weitermachen in unserem Bestreben den Bedürftigen zu helfen.


Für weitere Informationen über Ereignisse und Einsatzberichte besuchen Sie bitte die Webseiten der Malteser unter www.malteser.de

 

 
QM Audit 2010 bestanden

Traumergebnis für den Malteser-Rettungsdienst und Krankentransport

Eine Woche lang haben im Juni Rettungsdienstexperten acht Malteser-Standorte im Münsterland, u.a. die Rettungswache in Rheine auf Herz und Nieren überprüft. Das Ergebnis liegt jetzt vor. Die Rettungsdienst- und Krankentransportstandorte der Malteser im Münsterland haben 98,6 Prozent erreichen können und damit eines der besten Ergebnisse im bundesweiten Vergleich der über 190 Malteser-Rettungsdienststandorte erzielt.

Bezirksgeschäftsführer Uwe Hüging und der Leiter Rettungsdienst und Notfallvorsorge im Bistum Münster, Thomas Fecker, sind sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer haupt und ehrenamtlichen Malteser. "Unser Qualitäsmanagement-system macht keine Ausnahmen, ob jemand in seiner Freizeit ehrenamtlich im Rettungsdienst arbeitet oder als Vollzeitkraft". Die Prüfkommission war überaus zufrieden mit den Ergebnissen und bescheinigte den Maltesern hohes fachliches Wissen und eine hervorragende Motivation. Vor 13 Jahren haben die Malteser bereits die Zeichen der Zeit erkannt und als erste Organisation der freien Wohlfahrtspflege ein bundesweit einheitliches Qualitätsmanagement-system im Rettungsdienst nach DIN ISO 9001 eingeführt und integriert.

Durch dessen Einführung wurde ein einheitliches Niveau in der Notfallrettung und im Krankentransport geschaffen. Das einzigartige Qualitätsmanagement des Malteser-Rettungsdienstes steht für hohe Professionalität und großes fachliches Wissen an allen Standorten in Deutschland. Im Münsterland sind die Malteser die einzige Hilfsorganisation, die ein Qualitätsmanagementsystem nach international gültigen Normen aufweisen kann. Durch kontinuierliche Verbesserungen stehen die Optimierung der täglichen Arbeit zum Wohle der anvertrauten Patienten sowie ein verantwortungsbewusster Umgang mit den Ressourcen im Vordergrund.

Besonders stolz sind die ehrenamtlichen Malteser in Rheine. Zum zweiten Mal in Folge wurde die interne Prüfung nach den Vorgaben des Qualitätsmanagementsystems bestanden. Das sei bemerkenswert, so Thomas Fecker, weil der Rettungsdienst dort seit fast 30 Jahren nur von ehrenamtlichem Personal am Wochenende in einer 24h Schicht von Freitags 19 Uhr bis Samstags 19 Uhr geleistet wird. Die Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Rettungshelfer leisten diesen Dienst freiwillig und stellen ihre Freizeit für Aus- und Fortbildung und die Wochenend-Besetzung der Einsatzfahrzeuge unentgeltlich in den Dienst der Sache.

 


Auf dem Bild (vlnr): Dr. Bertold Meilwers (Qualitätsbeauftragter Bezirk), Thomas Fecker (Leiter Notfallvorsorge und Rettungsdienst DGS Münster), Holger Böse (Stadtbeauftragter Malteser Rheine), Thomas Westerink (Qualitätsbeauftragter Malteser Rettungswache Rheine), Maik Gölles (Auditor), Sabine Kettner (Co-Auditorin)

Weitere Infos zum Malteser-Rettungsdienst gibt es unter www.malteser-rettungsdienst.de

 
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