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Malteser Rheine

Malteser entlasten Rettungsdienst während Corona-Pandemie

Hilfskrankentransportwagen wird an der Dienststelle Ochtrup in Dienst gestellt

05.04.2020
Hygiene und Infektionsschutz im Rettungsdienst. Ein Mitarbeiter, der den Rettungswagen desinfiziert, hat das Infektionsschutz-Set angelegt.

Rheine / Ochtrup. Der Malteser Hilfsdienst e. V. im nord-westlichen Kreis Steinfurt hat in seiner Dienststelle in Ochtrup kurzfristig eine „Hilfs-Rettungswache“ eingerichtet. „Hintergrund für diese Maßnahme ist eine Anfrage des Kriesenstabes des Kreises Steinfurt, einen „Hilfs-Krankentransportwagen“ zu betreiben, um den öffentlichen Rettungsdienst um Isolationstransporte für Patienten, die am Corona-Virus erkrankt sind oder bei denen der dringende Verdacht einer Infektion besteht, zu entlasten.“, berichtet der stellv. Stadtbeauftragte und Leiter Notfallvorsorge der Malteser Ochtrup, Dennis Sahle.

„Hierzu war es nötig, eine räumliche Trennung von sauber und infektiös inklusive Personalschleuse sowie entsprechende Aufenthalts- und Desinfektionsräume einzurichten.“, so Sahle weiter. „Der Betrieb der Hilfsrettungswache versteht sich nicht als Rettungs- oder Krankentransportdienst per se, sondern ist – ähnlich wie die Etablierung des Fieberlazaretts in Laer - als Instrument der Gefahrenabwehr des Kreises Steinfurt zu sehen.“

Die Wache wird in 12-Stunden-Schichten an sieben Tagen in der Woche rein ehrenamtlich durch die Sanitätsgruppe der Malteser aus Metelen, Ochtrup und Rheine besetzt. „Die Helferinnen und Helfer dieser drei Ortsgliederungen arbeiten bereits seit Jahren in einer gemeinsamen Einsatzeinheit des Katastrophenschutzes zusammen. Allerdings: Wann es genau losgeht, können wir derzeit noch nicht sagen. Wir werden je nach Entwicklung der Lage durch den Kriesenstab aktiviert.“, sagt Sahle und ergänzt: „Wir haben unsere Vorbereitungen getroffen, der Dienstplan steht und wir können jederzeit die Tätigkeit aufnehmen.“

Da der Großteil der Einsatzkräfte nicht regelmäßig im Rettungsdienst aktiv ist und sich die Arbeit auf den Katastrophenschutz sowie den Sanitätsdienst bei Veranstaltungen konzentriert wurde am Freitagabend kurzfristig eine Schulung für den Umgang mit Schutzkleidung sowie der Durchführung von Isolationtransporten durchgeführt – selbstverständlich unter Wahrung des einzuhaltenden Sicherheitsabstandes von 2 Metern.

 

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