Rheine / Münster. Erste Hilfe aus Sicht des Rettungsdienstes stand im Mittelpunkt eines Fernfahrerstammtisches der Polizei Münster auf der Raststätte Münsterland Ost an der A1 in Fahrtrichtung Bremen. Als Gäste waren auch Einsatzkräfte der Malteser Rheine mit einem Rettungswagen vor Ort.
Dass der 1. April nicht nur für harmlose Scherze steht, wurde den Beteiligten noch vor Beginn der Veranstaltung deutlich: Auf der Gegenfahrbahn in Richtung Dortmund ereignete sich ein Verkehrsunfall. Die Malteser unterstützten gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Münster bei der Erstversorgung der Verletzten. Für die anwesenden Fernfahrer bot sich damit unmittelbar die Gelegenheit, die Leistungsfähigkeit des Rettungsdienstes in der Praxis zu erleben, bevor das Thema mit leichter Verzögerung im Stammtisch aufgegriffen wurde.
Im anschließenden Austausch erhielten die Teilnehmer nicht nur einen Einblick in die Abläufe des Rettungsdienstes, sondern auch konkrete Tipps für den Ernstfall. Gerade Fernfahrer sind häufig die ersten Helfer an Unfallstellen und müssen die Zeit bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte überbrücken.
„Die ersten Minuten nach einem Unfall sind entscheidend – und oft sind es genau die Menschen vor Ort, die mit einfachen Maßnahmen Leben retten können“, betonte Norbert Heidergott, Lehrrettungsassistent mit langjähriger Erfahrung in der Luftrettung der Bundeswehr. „Deshalb ist es wichtig, Hemmungen abzubauen und grundlegende Handgriffe regelmäßig zu trainieren.“
Nach einem kurzen Fachvortrag blieb ausreichend Zeit für Fragen und den Austausch von Erfahrungen aus dem Alltag – ganz im Sinne des Mottos: Praxis für die Praxis.