Die Jahresübung der Feuerwehr Ochtrup stellte am Abend des 11. Juni 2026 zahlreiche Einsatzkräfte vor eine anspruchsvolle Übungslage. Auch die Malteser Rheine waren mit zwölf Helfenden beteiligt. Gemeinsam mit Einsatzkräften der Malteser aus Metelen und Ochtrup wurden sie als Einsatzeinheit EE-NRW-ST-06 in das Szenario eingebunden.
Angenommen wurde ein MANV 20 – ein Massenanfall von Verletzten mit 11 - 20 Betroffenen – im Designer Outlet Center (DOC) Ochtrup. Was zunächst als Auslösung einer Brandmeldeanlage begann, entwickelte sich für die Einsatzkräfte schnell zu einer komplexen Lage. In einem Großraumlager war ein Brand mit starker Rauchentwicklung ausgebrochen. Mehrere Handwerker befanden sich noch im Gebäude. Während einige auf dem Dach auf sich aufmerksam machten, galten weitere Personen zunächst als vermisst.
Die Feuerwehr übernahm die Menschenrettung und brachte Betroffene unter anderem mithilfe der Drehleiter in Sicherheit. Die Malteser und das Deutsche Rote Kreuz Ochtrup übernahmen anschließend die Sichtung, medizinische Erstversorgung und Betreuung der Verletzten. Verletztendarsteller sorgten dabei für eine möglichst praxisnahe Übungslage.
Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen unter realistischen Bedingungen zu trainieren und Abläufe für größere Schadenslagen zu festigen. Die Verantwortlichen zogen im Anschluss ein positives Fazit. „Die Zusammenarbeit funktionierte reibungslos und verdeutlichte einmal mehr die Bedeutung gemeinsamer Übungen für einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz. Gleichzeitig konnten Optimierungspotenziale erkannt werden, die nun ausgewertet und in die weitere Arbeit einfließen werden“, berichtet Alexander Kipp, eingesetzter Zugführer der Malteser. „Unser besonderer Dank gilt der Feuerwehr Ochtrup sowie den Verantwortlichen des DOC. Solche Übungen in einer realitätsnahen Umgebung bieten einen enormen Mehrwert für alle Beteiligten und helfen dabei, die Zusammenarbeit für den Ernstfall weiter zu stärken“, ergänzt Kipp.